Sanierung Eisstadion Davos, Vaillant Arena (GR)

Europas imposanteste Eishalle

Das Eisstadion Davos wird ab Sommer 2018 in Etappen über drei Jahre, jeweils in den Sommermonaten umgebaut. Das Bauwerk, auch bekannt als „Eispalast“, gilt durch seine aussergewöhnliche Holzkonstruktion als eines der schönsten Eishockeystadien Europas.

Das renommierte Architekturbüro Marques Architekten AG aus Luzern gewann den Projektwettbewerb für die Sanierung der Vaillant Arena in Davos und erhielt somit das Generalplanermandat für die Realisierung des gesamten Projekts. Wir freuen uns und sind stolz, dass wir als örtliche Bauleitung im Team vom Architekturbüro Marques mitwirken dürfen.

Die geplanten Erneuerungen des Eisstadions Davos

Die einzigartige Dachform bleibt erhalten und der Baustoff Holz wird wo immer möglich weiterverwendet. Im Inneren der Halle werden im Ost- und Westtrakt die Tribünen in Holz erweitert. Neue Mundlöcher sorgen für die Erschliessung und als Fluchtwege. Garderoben und Nasszellen werden erneuert und neu geschaffen. Die Anzahl der Sitzplätze werden optimiert, teils zu Lasten der Stehplätze. Im Nord- und Südtrakt werden neue Räume für Gastronomie, Verwaltung und Medien geschaffen. Im Obergeschoss sorgt ein umlaufender Anbau für die Verbindung aller Trakte. Ebenfalls geplant ist eine Nutzungsverbindung mit der Trainingshalle. Die vier neuen Holzfassadenflächen in den offenen Satteldachgiebeln sind auf zwei Seiten verglast und auf zwei Seiten geschlossen.

Zur Geschichte des Eisstadion Davos

Da der HCD im Jahre 1979 in die Nationalliga A aufstieg, musste in kürzester Zeit eine Halle erstellt werden um die Meisterschaftsspiele ausrichten zu können. Am 9. April 1979 wurde mit dem Bau der heutigen Vaillant Arena begonnen. Ende 1979 spielte der HCD sein erstes Meisterschaftsspiel in der neuen Halle.

Die aussergewöhnliche Dachkonstruktion sorgte schon damals sowie heute für internationales Aufsehen.

Doch wie kam es zu der einmaligen Konstruktion des Dachs? Der Kurverein wollte unbedingt die vier bestehenden Fundamentpfeiler von 1970 nutzen. Daher war eine schräge Gewichtseinwirkung der Dachkonstruktion vorgegeben. Holz wurde damals ausgewählt, weil es die  Feuchtigkeit besser aufnehmen kann als Stahl. Zudem hat sich die gesamte Schweizer Holzverarbeitungsindustrie zusammengetan und sich für die Holzkonstruktion eingesetzt. So wurde auf die Fundamentpfeiler raffinierte Trägerkonstruktion aus verleimtem Schichtholz aufgesetzt und damit die Kuppel geformt, die internationale Bekanntheit erlangte.

Wie kam das viele Holz nach Davos

Es gab damals in der Schweiz nicht genügend getrocknetes Holz für die riesigen Holzbalken, die für die Dachkonstruktion nötig waren. Die Holzindustrie schaffte es jedoch einen Teil, der benötigten Menge aus dem Schwarzwaldgebiet (DE) zu beschaffen. Um jedoch das Holz bzw. den dafür benötigten 200-Tonnen-Kran nach Davos zu bringen musste erst die Sanierung der  Brücke über die Landquart kurz vor Küblis Fahrtrichtung Davos beschleunigt werden. Gleichzeitig musste auch die Rhätische Bahn (RhB) Vorkehrungen an den Güterwagen treffen um die acht massivsten und gebogenen Holzbindeträger nach Davos zu bringen. Es mussten sogar Profilfahrten vorgenommen werden um zu prüfen, ob der Transport der Balken durchführbar ist.

Es war ein grosser jedoch lohnenswerter Aufwand für das wahrscheinlich genialste Eishallendach Europas.

Presse Beiträge Eisstadion Davos:

Südostschweiz Beitrag vom 15.06.2017 

SRF.ch Beitrag vom 24.09.2017

Weitere interessante Projekte:

Kongresszentrum, Davos

Hotel Weissenstein, Solothurn

Mittelschule SAMD, Davos

Hotel Parsenn, Davos

 


Weiterführende Informationen

Hockey Club Davos Vaillant Arena Ticketcorner Wikipedia Vaillant Arena

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